🎄Adventszeit in Italien – die wichtigsten Bräuche
Start am 8. Dezember: Anders als in Deutschland beginnt die Adventszeit in Italien offiziell mit dem Feiertag der unbefleckten Empfängnis. Ab diesem Tag werden Häuser, Straßen und Plätze geschmückt, Weihnachtsmärkte eröffnet und Krippen aufgestellt.
- Krippenkunst (Presepi):** Die Weihnachtskrippe ist in Italien oft wichtiger als der Baum. Besonders berühmt sind die neapolitanischen Krippen mit detailreichen Figuren, die ganze Alltagsszenen darstellen.
- Musik der Zampognari: Hirten aus den Abruzzen und Molise spielen mit Dudelsäcken und Flöten traditionelle Weihnachtslieder. Sie ziehen durch Städte und Dörfer und verbreiten festliche Stimmung.
- Nikolaus (San Nicola, 6. Dezember): In einigen Regionen, besonders im Süden, bringt der heilige Nikolaus kleine Geschenke für Kinder.
- Santa Lucia (13. Dezember): Vor allem in Norditalien, etwa in Verona oder Bergamo, wird das Fest der heiligen Lucia gefeiert. Sie gilt als „Botin des Lichts“ und bringt Kindern Geschenke.
- Kulinarische Genüsse: Typische Advents- und Weihnachtsleckereien sind Panettone (süßer Hefekuchen mit kandierten Früchten), Pandoro (goldener Kuchen aus Verona) und regionale Spezialitäten wie Torrone (Nougat).
Unterschiede zu Deutschland:
In Italien spielt der Adventskranz kaum eine Rolle – er ist eher eine deutsche Tradition.
Der Weihnachtsbaum ist erst seit den 1980er Jahren verbreitet; zuvor stand die Krippe im Mittelpunkt.
Die Adventszeit ist stärker von Heiligenfesten geprägt (Nikolaus, Lucia, Immacolata).