🧚 Die Geschichte der Wichtetür

Es war einmal eine Familie, die kurz vor Weihnachten eine kleine, geheimnisvolle Tür an der Sockelleiste ihres Wohnzimmers entdeckte. Die Kinder staunten: „Wer wohnt wohl dahinter?“

In der Nacht öffnete sich die Tür leise. Ein winziger Wichtel mit roter Mütze und langem Bart schlüpfte hindurch. Er war ein Nisse, wie man ihn in Dänemark nennt, oder ein Tomte, wie die Schweden sagen. Seit Jahrhunderten beschützen solche Hauswichtel Hof und Familie – doch sie sind auch für ihre Streiche bekannt.

Der kleine Wichtel begann sofort, das Haus zu erkunden. Er stellte die Schuhe der Kinder durcheinander, hinterließ winzige Fußspuren aus Mehl in der Küche und legte ein Rätsel auf den Tisch. Am Morgen fanden die Kinder die Spuren und lachten über die Scherze. Doch sie entdeckten auch eine kleine Überraschung: ein Stück Schokolade, das der Wichtel als Geschenk dagelassen hatte.

Die Eltern erklärten den Kindern, dass man den Wichtel respektieren müsse. Also stellten sie ihm abends eine Schale Milchreis vor die Tür. Am nächsten Morgen war die Schale leer – der Wichtel hatte sie gegessen und war zufrieden.

So wurde die Wichteltür zum magischen Eingang einer alten nordischen Tradition. Nacht für Nacht brachte der Wichtel neue Rätsel, kleine Geschenke oder lustige Streiche. Die Kinder warteten gespannt auf seine nächste Überraschung, und die Adventszeit wurde zu einem geheimnisvollen Abenteuer voller Fantasie und Freude.

👉 Und so lebt die uralte Geschichte der Nisse und Tomte weiter – in jedem Haus, in dem eine kleine Wichteltür steht.